17.06.2012

Zuckeralternativen: Stevia, Xylit, Erythrit


Das ist jetzt kein veganspezifisches Thema, aber eins, das mit Kochen/Backen/Essen zu tun hat, also passt es hier auch hin.

 Als süßes Ding, das ich nunmal bin, hatte ich in der Vergangenheit immer einen respektablen Zuckerverbrauch.
Das ist natürlich in mehrerer Hinsicht gesundheitlich bedenklich:
  • Karies freut sich
  • Blutzuckerspiegel macht Kapriolen (was zu Fressattacken führen kann oder zu Stimmungsschwankungen, von DiabetikerInnen ganz zu schweigen)
  • Umwandlung in nicht von jeder/m erwünschtes Fett, wenn man die sofort verfügbare Energie nicht direkt verbrät, was mutmaßlich noch verstärkt wird durch den drastisch erhöhten Insulinspiegel- 100g Zucker schlagen mit 405kcal zu Buche
Herkömmlichen Süßstoff (Aspartam & Co) kann ich üüüberhaupt nicht ab! Zum einen ist mir der subjektiv suspekt (während die Wissenschaft sich nicht einige zu werden scheint, wie es um nachweisbare gesundheitliche Aspekte steht) und zum anderen finde ich den Geschmack einfach oberpervers.
Wie ich dann festellen musste, gibt es aber noch einige andere Zuckeralternativen, die o.g. Nachteile alle nicht haben. Ich bin relativ verwundert darüber, dass die nicht populärer sind.

Stevia war ja schon länger im Gespräch, aber bis vor kurzem in Deutschland nicht als Nahrungsmittel zugelassen, die Beschreibung des Geschmacks fand ich allerdings auch eher unansprechend. Über Xylit bin ich irgendwann zufällig im Vegan-Wonderland gestolpert und hätte fast daran vorbeigelesen, weil der Name so chemisch klingt und ich es für konventionellen Süßstoff hielt.

Ich hab dann umfassende Recherchen angestellt - das kam mir alles doch ein wenig zu schön um wahr zu sein vor - und mittlerweile verwende ich selber überhaupt keinen Zucker mehr, höchstens mal nen Löffel Agavendicksaft, wenn ich cremige Konsistenz brauch (ich ess aber schon noch Zucker, bei gekauften oder von anderen zubereiteten Sachen). Angefangen hab ich mit Xylit, dann kam Stevia dazu und justament ist ein Kilo Erythrit auf dem Weg zu mir die halbe Dose Erythrit ist auch schon leer.

Da ich Tabellen liebe, hier mal eine Gegenüberstellung der Vorteile, Nachteile und sonstigen Eigenschaften der drei, nach meinem bisherigen Kenntnisstand. Ergänzungen, Hinweise oder Korrekturen könnt ihr gerne in den Comments hinterlassen.
Im Forum findet sich ebenfalls ein längerer Thread zum Thema.


Stevia Xylit Erythrit
Form Pulver, Tabs, Flüssigextrakt wie Zucker wie Zucker
Gewinnung Extraktion aus Steviablättern Zuckeralkohol, gewonnen aus z.B. Rinde oder Maiskolben Zuckeralkohol, gewonnen durch Fermentation von Zucker durch einen Pilz
Geschmack eher weiter hinten im Mund süß, bei zu hoher Dosierung ggf. bitterer/lakritziger Nachgeschmack wie Zucker, aber ein bisschen frischer/ fruchtiger (ähnlich wie Traubenzucker) wie Xylit
Preis 14€/100g
(allerdings ist pro Dosis i.d.R. <1g nötig)
ab 9€/kg ab 11€/kg
Kalorien 0 240kcal/100g 20kcal/100g
Süßkraft 200 - 400 Mal so süß wie Zucker etwas weniger süß als Zucker deutlich weniger süß als Zucker
Verträglichkeit gut abführende Wirkung ab 0.5g/kg Körpergewicht abführende Wirkung ab 1g/kg Körpergewicht
+ sonstiges auch für RohköstlerInnen geeignet (in Blätterpulver-Form) antikariogene Wirkung; dazu reicht allerdings nicht der Verzehr: täglich 1TL Xylit in den Mund & 5min im Mund bewegen;
evtl. auch calcium- aufnahmefördernd und prophylaktisch bei akuter Mittelohr- entzündung (noch nicht umfassender belegt)
vermutlich ähnliche antikariogene Wirkung wie Xylit, aber noch nicht ausreichend erforscht
- sonstiges fehlendes Volumen für einige Rezepte problematisch (vor allem beim Backen) gefährlich für Hunde und verschiedene andere Tiere möglicherweise gefährlich für Hunde & Co.
weitere Bezeichnungen Honigblatt, Süßkraut Xucker, Xylitol, Birkenzucker Erythrol, Sukrin, Sukolin

Ich persönlich beziehe mein Stevia bei Coyyotee, Xylit und Erythrit bei Amazon, es gibt aber auch dutzende andere Bezugsquellen im Netz. Man kann das Zeug auch in einigen analogen Geschäften erwerben, da ist es aber normalerweise deutlich teurer (siehe auch Nachtrag unten).

Meiner bisherigen Erfahrung nach lässt sich Zucker in Rezepten bestens mit diesen Alternativen ersetzen, auch Puderzucker ist kein Problem (Mixer oder Multi-Zerkleinerer) und Vanillexucker auch nicht (1-3 ausgekratze Vanilleschoten mit ins Glas und durchziehen lassen).
Nur Karamell lässt sich damit nicht herstellen und bei Hefeteig kann es auch Probleme geben. Dank Foodie Fiasco kann ich jetzt auch industriezuckerfreies Karamell herstellen und da für Pizza(hefe)teig auch kein Zucker benötigt wird, müsste auch süßes Gebäck mit Zuckeralternative hinhauen (ich hab es aber noch nicht getestet), im Zweifelsfall könnte man ja ein bisschen Zucker oder Agavensirup als Hefe-Futter beimengen. Danke für beide Hinweise an Laura in den Comments.
Möchte man Schokogeschichten mit Xylit oder Erythrit herstellen, muss man bedenken, dass es wasser- und nicht fettlöslich ist. Den Fehler hab ich schon zweimal begangen, bei selfmade "Nutella" und Kaltem Hund, da hatte ich entsprechend ein recht körniges Ergebnis (es ist aber beides trotzdem nicht alt geworden, keine Sorge ). Nächstes Mal werde ich es entweder vorher zu Puderxucker verarbeiten oder in einer kleinen Menge Wasserhaltigem auflösen.

Ich verwende am liebsten eine Kombination aus Stevia und Erythrit, um möglichst viele der aufgeführten Vorteile rauszuholen und gleichzeitig die Nachteile zu kompensieren.
Bin ich ausgesprochen zufrieden mit.

Nachtrag:
Mittlerweile findet man "Stevia" und Steviaprodukte zu einem sehr günstigen Preis im Supermarkt - dabei handelt es sich aber um eine Mogelpackung: Die Süßungsmittel enthalten meistens nur einen minimalen Anteil an Stevia und dafür einen großen Anteil an Maltodextrin - ein Kohlenhydratgemisch, das fast genauso viel Kalorien hat wie Zucker und laut Wiki z.B. von AusdauersportlerInnen verwendet wird, um Essen mit Kohlenhydraten anzureichern. Äh...
Es kam in dem Bereich deswegen auch schon zu Abmahnungen durch die Verbraucherzentrale wegen Kundentäuschung.
Auch fertige Produkte, die mit Steviasüßung beworben werden, bedürfen eines Etikettenchecks - meistens ist auch hier der Steviaanteil homöopathisch und der Rest sind konventionelle Süßungsmittel.

Bei Stevia-Tabs muss man als VeganerIn außerdem gucken, dass kein Milchzucker (Laktose) enthalten ist.

Nachtrag2:
Es gibt jetzt eine erweiterte Informations-Tabelle zum Ausdrucken als PDF!

10.06.2012

Rezept: Bozz-Salat

Ich war, entgegen dem Vegan-Klischee, immer nicht so die riesen Salatfreundin, das hat sich mittlerweile aber geändert. Wichtig dabei ist m.M., dass das eben nicht das vielzitierte Kaninchenfutter ist, sondern dass der was schafft. 8-)

Checkt das:
(gibt eine *sehr* große Schüssel)
  • 1 Beutel Feldsalat (150g)
  • 500g Chicoree, in Stücken oder Streifen
  • 300g Chamignons, in Scheiben mit Öl mit Salz angebraten
  • 100g Walnüsse, grob gehackt/zerbröckelt
  • 175g Räuchertofu, gewürfelt
  • 1 Orange, gewürfelt (inkl. Saft)
  • 3 kleine Zwiebeln, in Ringen
  • 1 großer Apfel, gewürfelt
Dressing:
  • 150g Senf
  • 100g Agavensirup
  • 40g Öl
  • guter Schuss weißer Balsamico
  • Dill & Salz
  • Zitronensaft
Dazu:
  • 1½ Tassen Quinoa (top Aminosäureprofil!)
  • mit 3 Tassen Wasser,
  • Salz + optional nem Löffel Margarine ~20min köcheln lassen (zwischendurch nicht umrühren, sonst: Matsch)

Voll gut. Und auch proteinmäßig anständig am Start.

09.06.2012

iLL's FoodPorn - Ich auf Tumblr

Wie Euch wahrscheinlich aufgefallen ist, komm ich seit einiger Zeit nicht dazu, hier zu aktualisieren.

Da ich aber natürlich nicht aufgehört hab zu kochen, zu backen oder zu essen, poste ich ab jetzt meine lekker Essenssachen immer schön auf tumblr: http://veganhellyeah.tumblr.com
Ich bemühe mich auch, zunehmend die zugehörigen Rezepte zu verlinken.

Schaut doch mal vorbei!

 

22.04.2011

Rezept: Schoko-Marzipan-Mandel-Kuchen

Oooh, der hier ist so toll!!! Allerdings nicht grade was für Diäthaltende^^°

für eine Gugelhupf- oder Kastenform
  • 120 g Rohrzucker,
  • 200 g gemahlene Mandeln,
  • 300 g Mehl (VK und/oder Weiß),
  • 350 g Margarine,
  • 200 ml Sojamilch,
  • 4 TL Backpulver und
  • 3 EL. Sojamehl + 6 EL Wasser zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Faule wie ich tun das Mit Hilfe einer Küchenmaschine.
  • Dann 100g Schokostückchen (gehackte Blockschokolade oder diese Backschokodrops, wie es sie z.B. bei Penny oder Edeka gibt)
  • und 100g Rohmarzipan, in kleine Stücke gehackt in den Teig einarbeiten. Das sollte nicht mit der Küchenmaschine passieren, da sich der Marzipan sonst auflöst.
  • Das Ganze in den vorgeheizten Ofen bei 175°C ca. 45min backen (bis man ein Holzstäbchen reinstecken kann, ohne dass Teig daran hängen bleibt).
  • Dann das Teil stürzen (Revolution!) und mit einer Glasur, bestehend aus ca. 4 EL Puderzucker, verquirlt mit einem kleinen Schuss Zitronen- oder Orangensaft, bestreichen.
Wenn man ihn dann noch auskühlen lässt, zerbröselt er nicht so schnell, aber wir sind schließlich auch nur Menschen.

Rezept: Kokos-Obstsalat mit Sonnenblumenkernen

Den hat mein Schatz kreiert. Ich dachte nicht, dass der so gut schmeckt, tut er aber (also der Obstsalat).
Ihr schnibbelt einfach klein bzw. vermischt:
  • 3 Äpfel
  • 1 Mango
  • Sonnenblumenkerne
  • halbe bis ganze Dose Kokosmilch
  • Multivitaminsaft
  • Zimt
  • Zucker
Voila!

Rezept: Cranberry-Feldsalat mit Kartoffelpü und Vleisch

ergibt eine Riesenschüssel voll (Salat)

Sooo, na dann will ich mal wieder ein paar Rezeptchen raushauen.
Das hier geht relativ schnell, sieht toll aus und ist gemeinhin bei allen beliebt^^
Feldsalat hat ca. von September bis März Saison, in der Zeit mach ich das praktisch dauernd.
  • Als erstes 2 Schalen Feldsalat gut wässern und trockenschütteln/schleudern/pusten, verwelkte Blättchen aussortieren (no lookism). Wenn man die schnelle Variante wählt, schmeißt man den anschließend in ne groooße Salatschale, wer penibler veranlagt ist, knippst bei jedem Exemplar die Wurzel unten ab (wer Fingernägel hat, ist klar im Vorteil) und ruppft größere Büschel ein bisschen auseinander.
  • Senf-Agavensirup-Dressing: In einem Schälchen jeweils 5-7 ordentliche EL voll Senf (ich nehm mittelscharfen), Balsamico-Essig (mit weißem siehts besser aus) und Agaven-Sirup (zur Not tuts vermutlich auch Zucker) mit der Gabel verquirlen, anschließend nen ordentlichen Schwung Öl oder zwei dazu, Salz und optional noch ein paar frische oder tiefgefrorene Kräuter dazu (Schnittlauch, Petersilie, Dill...). Abschmecken, ob alles schön geschmeidig ist und ab übern Salat.
  • Parallel die mit Margarine bestückte Pfanne befeuern und irgendwas Vleischiges rein - am besten was paniertes (Bioladen, Edeka...), schnöder gesalzener Tofu tuts sonst aber auch.
  • 2 Tüten Kartoffelpüreepulver nach Packungsangabe klarmachen. Jaja ihr Küchennazis, ihr dürft natürlich auch frischen machen!
  • Solang das in der Mache ist, 1-2 Handvoll Walnüsse mit der bloßen Faust zerquetschen (oder halt mit dem Messer grob kleinhacken und sich anschließend im nächsten Gym einschreiben) und mit 2 EL gehackten Cranberries in den Salat. Alles gut durchmischen, ohne zuviel Salat in der Küche zu verteilen.
Und das wars schon! Die drei Komponenten ergänzen sich absolut perfekt - süß, scharf, sauer, mild, salzig..... *geifer*
Aber es steht natürlichem jedem und jeder frei, das auch anderweitig zu kombinieren.^^

08.04.2010

Rezept: Tiramisu

Reicht für 2 reinhauende Personen oder vermutlich 4 dessertierende (haha )

Dieses gar köstliche Rezept macht man am besten mit Seidentofu, es funktioniert aber auch mit normalem. Allerdings ist das dann nur was für Leute, die kein Problem mit dem Tofu-Eigengeschmack haben.
Man sollte bei der Version mit normalem Tofu etwas mehr von den flüssigen/öligen Zutaten nehmen und man muss den Pürierstab/Mixer zum Einsatz bringen, um alles schön cremig zu kriegen.

Also los:
  • den Boden einer Auflaufform dicht mit Zwieback auslegen (bei Edeka z.B. gibts veganen), die Ritzen mit Zwiebackbruch füllen
  • 300-400ml starken Kaffee (ich hab 1.5EL Kaffee-Granulat genommen - StraightEdglerInnen behelfen sich halt mit koffeinfreiem) mit mind. 3-4EL Zucker und (optional) mit nem halben Fläschchen Bittermandelaroma befeuern
  • wenn sich alles vorschriftsmäßig aufgelöst hat, mit der Hälfte von dem Sud den Zwieback beträufeln und begießen, bis der richtig schön vollgesogen ist. Optional kann man noch büschn Zucker darüber streuen
  • 800g (Seiden)Tofu zusammen mit nem guten Schuss Orangesaft, nem Schwung (geschmacksneutralem) Öl, nem Päcken Cuisine, ner Prise Salz, 3Pck. Vanillezucker und ner guten halben Tasse Zucker solang mit dem Schneebesen (oder Pürierstab) bearbeiten, bisses ne homogene Masse ist. Zwischendurch checken, obs ausreichend süß ist
  • die Hälfte von dem Zeug jetzt über den getränkten Zwieback gießen
  • die gleiche Menge Zwieback in dem restlichen Kaffee ertränken (z.B. in dem Deckel der Auflaufform, falls vorhanden), über die Creme schichten und mit einer Lage Tofu-Pamps abschließen
  • durch ein Sieb alles mit einer großzügigen Decke aus Kakaopulver versehen und darüber nochmal eine Lage - wiederum gesiebten - Puderzucker (falls man Kabapulver statt 'richtigem' Kakao genommen hat, kann man sich das schenken)
  • jetzt kommt der harte Teil: das ganze sollte nochmal mindestens ne Stunde in den Kühlschrank...
Ich persönlich fahr massiv darauf ab und ernähr mich praktisch die letzten Tage primär davon^^ Allerdings kann ich mich auch nicht erinnern, schonmal originales Tiramisu gegessen zu haben, hab also keine Vergleichswerte

09.11.2009

Rezept: Spaghetti Carbonara

Yumm-yumm-yummy! Da ich schon seit Ewigkeiten diesen veganen Kochschinken im Kühli rumliegen hatte, hab ich spontan eine vegane Carbonara-Sauce kreiert.
Und das geht so (an die Mengeverhältnisse kann ich mich allerdings nicht mehr so genau erinnern, sind also nur Richtwerte):
  • 500g Spaghetti kochen (oder andere Nudeln halt)
  • derweil in einer Pfanne 2 Zwiebeln (in Ringen oder gehackt) in Olivenöl anbraten
  • ordentlich veganen Kochschinken dazu - so 300g ca.? (alternativ gehts auch mit anderem würzigen Vleisch - Räuchertofu, Aufschnitt... gut schmecken wird es nötigenfalls auch ganz ohne)
  • 3 - 4 geschnibbelte Knoblauchzehen ebenfalls
  • wenn alles ordnungsgemäß angebraten ist, mit 1-2 Päckchen Soja-Cuisine ablöschen und mit Soja-Reis-Milch (½ Liter vlt.?) erweitern
  • mit weißem Pfeffer, einer Prise Zucker und ordentlich Salz würzen (man kann auch nen Brühwürfel reinbröseln)
  • das ganze abrunden mit einer ordentlichen Ladung Edelhefe-Flocken (Bioladen/Reformhaus) und evtl. noch büschn Margarine Fett = Geschmack )
  • mit den Spagheddi verquirlen und feddich!

24.09.2009

Rezept: Grießbrei

Ok, es ist fast schon etwas übertrieben, das hier als "Rezept" zu bezeichnen, aber ich steh da z.Z. total drauf (besonders, wenn die Heizung mal wieder nicht geht -.-).
Basic:
  • 1 L Soja-Reismilch zum Kochen bringen (Obacht - wenns erstmal soweit ist, geht das recht explosiv vonstatten, wenn man nicht aufpasst!)
  • +/-10 gehäufte EL Grieß (je nachdem, wie flüssig oder fest man das Ganze bevorzugt) unter hektischem Rühren mit dem Schneebsen integrieren (damit es keine Klümpchen gibt)
  • außerdem ca. 8 EL Zucker
  • und eine Prise Salz und ein ordentliches Stück Margarine
  • paar Minuten köcheln lassen
Ich ess das am liebsten so pur mit ein bisschen Sojasahne/Cuisine darin.
Aber es gibt noch zig andere Möglichkeiten, die Pampe aufzutunen:
geriebene/gemahlene Nüsse, Kakaopulver, Schokoladenstückchen, Apfelmus, Vanillepulver, Zimt, Kirschen aussm Glas, zerhackstückte Äpfel, pürierte Himbeeren, Krokant - usw. usf.

Checkout: Gopalam (Hamburg)

Eine meiner beiden absolute Lieblings-Essengeh-Lokalität (neben der VegeFarm in Bremen)!
Ein vegetarisch-veganer Laden mit indischem Essen im Uni-Viertel von Hamburg - auch sehr gut geeignet, wenn man mit Omnivoren unterwegs ist.
Es gibt massig Gerichte mit Seitan und Soja-"Fleisch" - selbst als VeganerIn ist man total überfordert angesichts der Menge an verlockenden Gerichten auf der Karte; einige der vegetarischen Speisen werden auf Wunsch auch veganisiert aufgetischt.
Als Vorvorspeise gibt es Papadam (fritierte Kichererbsen-Fladen), dazu ist Dal (Linsensuppe) sehr zu empfehlen. Mein persönlicher Knaller ist der Vorspeisenteller (frittierter Blumekohl, Kartoffeln etc. mit mehreren Saucen), als Hauptspeise hat mir bisher glaub ich das Seitan-Geschnetzelte mit Bratkartoffeln und Spinat am besten gefallen, der Döner soll aber auch sehr toll sein (sagt mein Omni-Freund).

Die Preise sind sehr human, soweit ich das beurteilen kann, der Chef des Hauses nett und kompetent (wie toll das immer ist, wenn man nur sagen braucht "vegan" und nicht erst alles aufzählen muss, was rein darf und was nicht! Hach!), das Ambiente hat zwar eher Eckkneipenflair, das ganze ist auch auf sehr engem Raum, aber ich finds gemütlich. Und im Preis inbegriffen ist schmalzige Bollywood-Musi. Win!

Liefern tun die zwar nicht, aber zum Mitnehmen geht.
Man kann auch draußen sitzen, aber das find ich an der Hauptstraße jetzt nicht so verlockend.

Zu finden ist der Laden in der:
Grindelallee 159
20146 Hamburg
(Rotherbaum)


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14.09.2009

Rezept: Karotten-Halwa (indisch)

Durch ein Missverständnis bekamen meine Freundin und ich bei unserem Lieblingsinder in Hamburg - Gopalam in der Grindelalle 159) - das fälschlicherweise als Nachspeise. Erst dachten wir nicht, dass das schmecken würde, was sich aber als grob fahrlässiger Irrtum herausstellte! (auch wenn zu befürchten ist, dass das dort nicht komplett vegan war)

Nach ein bisschen Internet-Recherche jetzt hier mein persönliches Rezept dafür.

Ergibt eine ordentliche Pfanne voll.
  • 500g Karotten (geraspelt) mit ordentlich Margarine (ich nehm diese Culinesse flanzencreme von Rama) unter fleißigem Rühren 20min lang garen
  • parallel dazu so ca. 10 EL Grieß und 50 - 100g gehackte/gestiftelte Mandeln (oder sonstige Nüsse) mit etwas Margarine anrösten, bis sie anfangen, braun zu werden
  • dann 400ml Soja(reis)milch in die Karotten-Pampe schütten, gut umrühren und wenn die Milch anfängt zu köcheln die Mandel-Griße-Mische dazu
  • mit einigen EL Zucker versehen, bis der gewünschte Sweet-Factor erreicht ist und unter Rühren 15min weiterköcheln lassen; wenns zu flüssig ist, einfach noch Grieß nachlegen
  • anschließend noch 2TL Kardamon-Pulver dazu - und reingehauen! (schmeckt kalt und warm, ich find warm aber besser^^)

10.09.2009

Gute und weniger gute Gründe, um VeganerIn zu werden

Gut geeignete Gründe für Veganismus

  • Nicht für vermeidbares Leid (mit)verantwortlich zu sein bzw. dies finanziell zu supporten
    Für mich eigentlich der einizg wahre und triftige Grund 8-) (wobei es natürlich hitzige Diskussinen darüber gibt, was nun als "vermeidbar" zu gelten hat und was nicht)
  • Ökologische Aspekte
    Soweit mein Kenntnisstand tatsächlich ein guter Grund, da Massentierhaltung nicht grad eine pralle Sache für unseren Planeten ist
  • Consciousness/Herrschaftskritik
    Jap, macht Sinn, wenn man eh schon Unterdrückungs-Gefüge auf Grund angeborener oder beliebiger Tatsachen ablehnt
  • Spirituelle/religiöse Motive
    Die Schöpfung von Vaterunser/Muttererde/wem auch immer achten, wir sind alles Erdenkinder – auch ganz guter Grund, wenn man into sowas ist

Mäßig bis überhaupt nicht geeignete Gründe
  • Abnehm-Anliegen
    Hmja, ist sicher förderlich; allerdings hab ichs auch vegan geschafft innerhalb von 6 jahren 10-20kg zuzunehmen :mrgreen:, ein Garant ist es also keinewegs
  • Gesundheit
    Meiner einschätzung nach ist Veganismus immernoch gesünder als der standard-omnivore Ernährungsstil. Viele VeganerInnen berichten auch von dramatischen Verbesserungen ihrer Neurodermitis- und Heuschnupfenprobleme seit ihrer Umstellung. Wer jetzt aber allein nach dem Gesundheitsaspekt geht, dem würde ich persönlich eine großteils vegane Ernährung mit gelegentlichen tierischen "Ausflügen" (Eier, Fisch, Fleisch) empfehlen; was aber nicht heißt, dass man als VeganerIn dahinsiecht^^
  • "Alle sind gleich"
    Es sind halt einfach nicht alle "gleich"; wo man jetzt die Grenze zieht, ist sicher Auslegungssache, aber Dinge wie kognitive Fähigkeiten, Nervenausstattung zum Empfinden von Gefühlen und dergleichen sind halt total unterschiedlich verteilt bei den ganzen Spezies, das lässt sich wohl nicht ignorieren. Auch wenn manche VeganerInnen das abstreiten, handeln sie normalerweise trotzdem danach – würde man bei einer Autofahrt jedesmal unumgehbar mehrere Katzen überfahren (oder meinethalber auch Menschen), würden sich viele nicht mehr ins Auto setzen; bei Insekten nimmt man es aber in Kauf
  • "Natürlichkeit"
    Das ist m.M. nun wirklich überhaupt kein Grund für Veganismus; mal abgesehen davon, dass ohenhin die Frage ist, wo (in welcher Epoche) man den "natürlichen" Menschheits-prototyp ansetzt, erscheint es mir einfach sehrsehrsehr unwahrscheinlich, dass der nackte, stumpfzahnige Mensch der Vorzeit es sich leisten konnte, im Zweifelsfall auf Eiweißlieferanten wie Insekten/Maden, Vogeleier und herumliegendes Aas zu verzichten