30.12.2012

Checkout: Zauberkessel Walsrode (Mittelater-Schänke)

Was es bei der Familien-
Zusammenkunft an Heiligabend zu tafeln gab, habe ich ja bereits auf Tumblr gepostet.
Am 2. Weihnachtsfeiertag gehen wir traditionellerweise essen, bisher für gewöhnlich zum Asiaten, weil ich da am ehesten was Veganes bekomme, aber jetzt, wo meine Eltern zunehmend auch in Richtung tierfreie Ernährung driften, hat meine Mutter diesmal einen Tisch im veganen Mittelater-Wirtshaus Zauberkessel in Walsrode geordert.
Und wiiiiieeee toll das war!! *-*

Ich finde es erstmal total beachtlich, dass sich so ein Laden seit nunmehr 3 Jahren hält - mit mittelalterlichem Essen würde man ja eigentlich eher Gelage mit Wildschwein-Fleisch und anderen Waldbewohnern verbinden?! Interessantes Konzept auch, dass der Zauberkessel sein Vegan-Naturell gar nicht so prominent promotet. Aber scheint ja zu funktionieren.

Von außen sieht der Laden schonmal ganz nett aus, aber das Ambiente nach dem Eintreten hat mir schon für nen kurzen Moment den Atem verschlagen. Steinerne Gewölbe, Säulen, schummriges Licht von Kerzen und Öl-Lampen, Holztische und Bänke, Bedienstete in altertümlichem Zwirn, zeitgenössische Bilder und Musik (aus der Anlage) - BÄM! Hammergeil, ich steh drauf
(Dem Zwielicht ist btw auch die 'leicht' suboptimale Qualität der Handy-Fotos geschuldet, sorry)
Von innen ist das ganze erstaunlich groß und geräumig, wirkt von außen viel kleiner. Wir hatten unseren Tisch im Kamin-Zimmer.

Das Essen ist wie gesagt komplett vegan, mit Ausnahme vom Honigmet. Wie immer erstmal Überforderung, wenn ich mehr als eine Auswahlmöglichkeit auf der Speisekarte hab^^


Wir hatten also: Maronen- bzw. Zwiebelsuppe als Vorspeise. Zum Hauptgang gabs für die meisten von uns "Barbarenspieß", bestückt mit (nein, keinen Barbaren ) Gemüse, Seitan, Tofu und Räuchertofu, dazu Salat und - vermutlich nicht ganz historisch korrekt - Reis. Vattern hatte gebratene Maronen mit Rotkohl, Pilzen, Kartoffeln und Salat, am besten fand ich aber Mutterns Wahl, den "Hofnarren", Seitan-Schnitzel mit Sahne-Pilzragout, Salat, Erbsen/Möhrchen und Kartoffeln. Als Nachtisch hab ich mir so eine nicht näher definierbares Mandel-Dessert mit Karamellsauce und Beeren gegeben.
Leckerrr! Aber alles!
Eine besondere Herausforderung hierbei stellt das eigens für den Laden geschmiedete Besteck dar, ansatzweise zu sehen auf einem der Fotos.^^
Das Essen ist übrigens zu großen Teilen bio und regional/saisonal, soweit ich gesehen hab.

Zwischendurch gabs Live-Musik und Gesang von zwei jungen Recken mit Harfe und verschiedenen anderen Instrumenten. War am Anfang kurz irritiert, weils doch recht laut war (wenn man sich jetzt unterhalten wollte, bei Tisch), aber die waren halt einfach so! toll! dass es nicht weiter gestört hat, außerdem sind sie irgendwann auch in die anderen Schänken-Bereiche weitergezogen.

Hach! *schwärm*
Manchmal gibt es wohl auch noch Performance von einer Tänzerin, die hätte ich auch gern gesehen.

Das Publikum vor Ort war recht gemischt, Volk in Mittelalter-Kluft, einige jüngere Leute, ein paar Familien...
Man muss sich btw keine Sorgen machen, dass man irgendwie gezwungen wäre, sich awkwardly in Mittelalter-Lingo zu versuchen, man kann ganz normal reden

Da Vattern eingeladen hatte, hab ich nicht so auf die Preise geachtet, aber es ist halt schon nicht grade ein Billig-Imbis. Dafür kriegt man allerdings ja auch was geboten.
Von einzelnen Herren habe ich gehört, dass sie nicht richtig satt gworden sind. Ich war angenehm satt, hatte allerdings ja auch Vor-, Haupt- und Nachspeise - das schaff ich beim Asiaten nie, da muss ich mich immer entscheiden, nur Vor- und Nach- oder nur Haupt-.^^
Was die Omnivorenverträglichkeit angeht, habe ich Unterschieldiches gehört, die einen können das fehlende Fleisch auf dem Teller nicht verschmerzen, die anderen sind begeistert. Lässt sich wohl nicht verallgemeinern.

Fazit: Absolute Empfehlung, 10/10


22.12.2012

Rezept: Orangen-Karottencremesuppe (Soyabella-geeignet)

Kokos-Orangen-Karottencremesuppe

Mit meiner Soyabella, Sojamilchbereiter und mehr, verbindet mich eine gewisse Hassliebe - evtl. review ich die nochmal ausführlicher (Spoiler: unterm Strich würde ich tendenziell eher vom Kauf abraten).
Als ich grade schon nen richtigen Hals hatte, weil das mit Grießbrei darin nicht so geklappt hat, wie ich mir das vorgestellt hab, konnte sich die Soyabella im letzten Moment dann doch noch etwas rehabilitieren, indem ich die Suppenfunktion neu für mich entdeckt habe, Samiras Posting sei Dank! Das Rezept habe ich veganisiert (war ja nicht so schwer^^) und etwas modifiziert und es ist echt ne tolle Sache, wenn man nach der Arbeit auf die Schnelle eine warme Mahlzeit braucht. Im Gegensatz zur *Milchherstellung ist in diesem Fall das Reinigen der Soyabella auch nur 'n minor pain in the ass.

Ist aber sicherlich auch ohne Soyabella kein Problem, dann macht man die Suppe eben konventionell im Topf und geht anschließend mit Mixer oder Pürierstab auf die los.
  • ca. 4 größere Karotten abschrubben, vom Strunk befreien und in Stücke schneiden (450g brauchen wir in etwa - wenn mans im Topf macht, kann man auch mehr nehmen, dann die restlichen Zutaten entsprechend aufrunden)
  • ein Stück Ingwer, ca. so groß wie ein halber Daumen?^^ schälen, grob hacken, ebenso 1-2 Knoblauchzehen und zusammen mit den Karotten in die Soyabella packen
  • ½ Dose (200ml) Kokosmilch - vorher schütteln - mit in den Behälter geben
  • mit Wasser bis etwas über die erste Markierung aufüllen (ca. 400ml)
  • jetzt den Kopf/Deckel der Soyabella ohne Sieb aufsetzen, an die Steckdose und den "Paste"-Knopf drücken
  • ca. 15min später sollte die Maschine durch sein und der Signalton gebietend durchs Haus piepen
  • bis zu einem ½l Orangensaft (bei Lidl gibts Fair Trade) in die Suppe rühren. Das hat gleich mehrere Vorteile im Vergleich dazu, den Saft mitzukochen: Man kann das (nicht sehr wahnsinnig hohe) Maximalvolumen der Soyabella bedeutend expandieren, es schmeckt frischer und fruchtiger und außerdem kann man gleich mit dem Essen anfangen, ohne sich die Futterluke zu verbrühen - WIN!
  • jetzt noch würzen & abschmecken mit: Salz, Pfeffer, Koriander & Muskat. Ich empfehle btw nachdrücklich die Investition in eine Pfeffermühle - kein Vergleich, sage ich!
  • auf dem Teller dann noch ein paar Löffel Cuisine ergänzen und optional gehackte Kürbiskerne
  • freuen.

18.12.2012

Rezept: Gesundisierter Heidelbeer-Mohnkuchen

Heidelbeer-Mohnkuchen

Nach den ganzen schlanken Winterobst- und -gemüse-Rezepten ist jetzt zum Ausgleich mal wieder Kalorie-O-Rama angesagt.

Ich bin bei Chefkoch.de über dieses wirklich gut aussehende Rezept für Englischen Mohnkuchen gestolpert - ich hatte im Vorratsschrank gestern eine Packung Mohn gefunden und wollte irgendwas damit machen. Ich liiiebe Mohn so sehr!
Besagtes Rezept hab ich mir heute also kurzerhand vorgenommen und es nicht nur veganisiert, sondern auch die Mikro- und Makronährstoffe getunet. Protein rauf, Zucker raus, Weißmehl raus, Stärke reduziert, Fett reduziert, künstliche Aromen raus, Beerenobst-Vitamine rein. (außerdem natürlich Rosinen raus, aber das ist was Persönliches^^)
Davon ab: Mohn ist so ziemlich das Calciumhaltigste Nahrungsmittel überhaupt!
So hat ein großes Stück (250g) von diesem Exemplar nicht nur 590kcal, sondern auch 16g Protein und 580mg(!!) Calcium.

Aber jetzt!

Teig
  • 250g Mohn (ich hab ungemahlenen genommen) mit
  • 250ml Sojamilch und
  • 150g Erythrit (oder eben Zucker) einmal ordentlich aufkochen und ein paar Minuten weiterquellen lassen
  • Ofen auf 200°C vorheizen
  • 1 Dose (265g Abtropgfewicht) Kichererbsen im Sieb abspülen, wer ein Streber ist kann die natürlich auch selber kochen
  • zusammen mit *schluck* 250g Margarine (ich nahm Alsan) in der Küchenmaschine mit Klingenaufsatz bearbeiten, alternativ wie üblich Pürierstab oder guter Mixer
  • 200g Dinkelvollkornmehl mit
  • 1Pck. (3TL) Backpulver, 1 Pr. Salz sowie 
  • 7 geh. EL Sojamehl vermischen (ca. 100g) und zusammen mit der Mohn-Mische und den Kichererbsen zu einem (nicht besonders festen) Teig verarbeiten
  • so viel Stevia wie nötig einarbeiten - bei mir warens 15 Messlöffelchen voll - das Ergebnis ist aber wirklich seeehr süß
  • eine Springform dünn mit Öl ausstreichen, Teig rein, mehrfach mit der Gabel einstechen und für ca. 20min in den Ofen damit. Es empfiehlt sich, einen Bogen Backpapier unter die Springform zu legen, damit raustropfendes Öl nicht den Ofen einsaut
Pudding
Pudding kann man ganz einfach selbermachen und spart sich so etwaige künstliche Aromen und Farbstoffe, billiger ist es auch noch.
Für dieses Rezept kann aber natürlich auch Tüten-Pudding verwendet werden, anderthalb Packungen dann.
Obacht: Im Speichel befinden sich Enzyme, die die Stärke spalten, so dass sie nicht mehr bindet! Also Vorsicht bei der Abschmeckerei und den Löffel zwischendurch abwaschen. (sehr anschaulich ist dieser Enzym-Vorgang z.B. hier illustriert)
  • 500ml Sojamilch mit
  • 7EL Erythrit, 1-2 Messlöffelchen Stevia und
  • 2 Vanilleschoten - das ausgekratzte Mark sowie die Schoten selber - auf den Herd
  • parallel 50ml Sojamilch mit
  • 5EL Speisestärke klümpchenfrei verquirlen
  • wenn die aufgesetzte Milch kocht, den Topf von der Platte ziehen, mit einem Schneebesen den Stärke-Mix schwungvoll einrühren und nochmal kurz aufkochen
  • wieder von der  Platte nehmen, Vanilleschoten entfernen und 175g Margarine einrühren. Rühren, rühren, rühren!
Zusammenkunft
  •  der Teig dürfte mittlerweile durch sein, raus aus dem Ofen damit und vom Springform-Ring befreien. Ein bisschen abkühlen lassen, dann mit einem großen scharfen Messer ganz dünn die Oberfläche des Kuchens abtragen, so dass eine gerade Ebene entsteht
  • Ring wieder anbringen und festschnallen
  • 180g oder mehr TK-Heidelbeeren (ungezuckert) auf dem Tortenboden glattstreichen
  • darüber die Puddingcreme schichten
  • dabei kann man es belassen, das Originalrezept sieht eine Schokoglasur vor, ich hingegen hab die abgeschälten Tortenbodenreste kleingebröselt und über den Pudding verteilt (anderfalls macht sich sowas auch im Joghurt sehr gut *pro-tipp*)
  • jetzt das ganze möglichst noch ein paar Stunden kaltstellen, dann den Ring vorsichtig entfernen, ggf. vorher einmal mit einem Messer rundum am Rand entlang fahren
Stellungskritik
Das ist so schon echt lecker, nächstes mal werde ich aber entweder weniger Teig oder mehr Pudding verwenden, letzterer könnte auch mit etwas weniger Stärke auskommen. Der Heidelbeer-Anteil wird auch deutlich erhöht, Stevia dafür reduziert.

17.12.2012

Rezept: Waldorfsalat

ergibt eine ziemlich große Schüssel voll

Waldorfsalat

Das hier war als Resteverwetung gedacht, daher sind die Zutaten etwas improvisiert, aber es ist sooo lecker geworden!
Ich kenn hin von meiner Mutter früher mit Joghurt, im Original wird Waldorfsalat allerdings mit Mayonnaise gemacht - das stell ich mir echt eklig vor?! Aber keine Ahnung, habs ja noch nicht probiert.^^

Falls man keine Küchemaschine hat, muss man von Hand raspeln, das dürfte aber ein ganz schön Akt sein, mit Maschine geht es ziemlich fix.

  • ½ großen Sellerie mit einem scharfen Messer schälen, in Stücke schneiden und raspeln. Ich hab den groben Aufsatz genommen, da hat man dann aber auch ganz schön was zu kauen
  • 2 Äpfel ebenfalls raspeln
  • ich hatte noch 200g Steckrüben-Stifte vom Eintopf rumliegen, die hab ich kurzerhand mitgeraspelt, weil sie weg mussten; das kann aber auch weggelassen oder ersetzt werden (s.u.)
  • das ganze Geraspel in eine sehr große Schüssel kippen und sofort mit dem Saft von 3 Zitronen begießen (120ml), damit nichts oxidiert und braun wird
  • 2 Orangen von der Schale befreien: mit dem Messer den 'Deckel' und den 'Boden' der Orange kappen, so dass man sie hinstellen kann, dann an der Rundung entlang von oben nach unten mit dem Messer streifenweise die Schale abschälen. Oder halt einfach mit den Fingern pellen. Anschließend das Fruchtfleisch würfeln und dabei den Saft nicht entkommen lassen!
  • 140g Walnüsse zerbröckeln oder grob hacken und alles in die Schüssel
  • 500g weißen Joghurt mit
  • 250g Cuisine vermischen
  • und etwas Süßungsmittel der Wahl unterrühren - ich hab 4 Messlöffelchen Stevia genommen, ansonsten Agavensirup oder Zucker
  • Salat mit Dressing fusionieren und am besten noch im Kühli ein paar Stunden durchziehen lassen
Variationen: Das Rezept eignet sich wie schon gesagt bestens zur leckeren Resteverwertung. Ergänzend zum Sellerie könnte man auch Kohlrabi nehmen, Karotten oder Rote Bete, eigentlich gehört in den Waldorfsalat auch Ananas, die hatte ich aber nicht da (und Dose ist mir eigentlich auch zu sehr gezuckert und selber schälen zu mühsam), Weintraueb würden ebenfalls passen und statt Walnüssen tuns auch Haselnüsse.

Die Energiedichte lässt sich gut beeinflussen, indem man an den beiden Schrauben Walnüsse und Sahne dreht. Für lowKCAL nimmt man weniger Nüsse und ersetzt die Sahne durch Joghurt, für highKCAL umgekehrt, evtl. noch nen Schuss Öl dazu.
So oder so macht es gut satt. (und erwähnte ich, wie lecker es ist?)

Neue Tags: Saisonal/Regional

Wie Ihr vielleicht schon mitbekommen habt, habe ich - nach bestem Wissen und Gewissen - meine Rezepte grob bzgl. saisonaler/regionaler Verfügbarkeit im Laufe der Jahrsezeiten getaggt.

Ich versuche jetzt, möglichst oft jahreszeitlich abgestimmt zu kochen - das ist nämlich nicht nur unter ökologischem Gesichtspunkt das Richtige (keine langen Transportwege und damit verbundener Emission, weniger energiekostende Treibhäuser) man kann auch noch richtig Geld dabei sparen. Zudem ist es mutmaßlich auch gesünder, da frische Ware mehr Mikronährstoffe beinhaltet.

Hier mal eine verkürzte Übersicht:

Frühling

Die Natur beginnt erst zu erwachen und die Produktion anzuschmeißen, entsprechend fällt das Angebot noch etwas mager aus, allerdings sind die Ausläufer des Wintergmeüses oft noch aktuell: Spargel, Spinat, Radieschen, Rhabarber, Blumenkohl, Lauch...

Sommer

Jetzt gehts ab! 
Beeren aller Art und Obst (die köööstlichen Süßigkeiten von Mutter Natur!!), aber auch Salat und Gemüse gibts jetzt in Hülle und Fülle.
Tomaten, Paprika, Gurke, Zucchini, Melonen, Brokkoli, Blumenkohl, Kopfsalat, Eisbergsalat, Lollo Rosso & Bianco, Rucola, Erdbeeren, Kirschen, Pfirsiche, Heidelbeeren, Pflaumen Himbeeren, Melone - usw. usf.

Herbst

Die Natur tischt uns nochmal einige Leckerchen auf, bevor das Jahr sich langsam verabschiedet.
Quitten, Birne, Trauben, Mais, Kürbis, Pastinaken, Rettich, Wirsing, Weißkohl, Chinakohl, Walnüsse, Haselnüsse, Esskastanien.

Winter

Jetzt sind vor allem Wurzeln, Kohl und Knollen angesagt. Steckrüben, Sellerie, Rosenkohl, Rote Bete, Grünkohl usw. Auch salatmäßig gibt es was, nämlich Feldsalat und Chicorée.

Nicht in der Liste

Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte, die das ganze Jahr über verfügbar sind - auch regional, weil sie gut haltbar gemacht bzw. gelagert werden können.
Dazu gehören z.B.: Äpfel, Zwiebeln, Champignons, Kartoffeln, Karotten, aber eben auch Getreide und Linsen.

Weiterführendes

Dieser Text scheint mir recht informativ die einzelnen Vorteile gut zu beleuchten.
Unten ist eine schön übersichtliche Saisontabelle verlinkt (inkl. Importfrüchten), alternativ gibt es auch noch welche hier (rechte Seitenleiste) und hier. Für unterwegs auf meinem iTouch finde ich die iPhone-App von Den Grünen, iVeg, brauchbar, wenn auch die Auswahl begrenzt ist.

Disclaimer: Nur weil ein Pflanzenteil grade im regionalen Saisonkalender auftaucht, heißt das natürlich leider nicht, dass das Exemplar in der Obst- und Gemüseabteilung auch tatsächlich von hier ist! Also Etiketten-Check as usual.

Ein weiterer Pluspunkt ist für mich, dass man einen Anreiz hat, mit dem was zu kochen, was da ist und dadurch auch mal neue Gemüse- und Obstsorten auszuprobieren.
So wie Freund und ich und grade durchs Wintergemüse arbeiten.

Wo ich allerdings noch zu keinem Schluss gekommen bin: Wenn zur Auswahl nur konventionell-regional und bio-importiert zur Auswahl steht, welchem ist dann der Vorzug zu geben?
Jemand nähere Infos?

14.12.2012

Rezept: Quittenpudding

Quittenpudding

Die Saison ist leider grade schon knapp vorbei, aber vielleicht habt ihr noch ein paar Exemplare eingelagert, die halten ja auch länger.

Ich hab noch nie irgendwas mit Quitten gegessen bisher, aber nachdem meine Mutter uns neulich einen Korb voll aus dem Urlaub mitgebracht hat, hat mein Schatz was tolles damit gebastelt, was ich Euch nicht vorenthalten möchte.

Allerdings sind Quitten sehr hart und es ist wohl eine ziemliche Plackerei, die kleinzukriegen - ohne scharfes, großes Messer (und/oder sehr starke/n Freund/in^^) geht hier nix.
Wenn man Glück hat, hat man irgendwo im Umfeld einen Quittenbaum stehen, andernfalls muss man wohl auf dem Markt sein Glück versuchen - im Geschäft hab ich bisher noch keine gesehen...

Schreiten wir zur Tat:
  • 1kg Quitten (7Stck. ca.?) heiß abwaschen, am besten noch mit der Bürste bearbeiten und anschließend kräftig mit dem Geschirrtuch abrubbeln. Quitten haben einen leichten Flaum mit bitterem Geschmack auf der Schale, der soll weg. Die Quitten in Schnitze teilen und nach dem Rausschneiden des Kerngehäuses würfeln
  • 2-3EL Öl in einer Pfanne erhitzen und die Quittenwürfel darin zusammen mit
  • 1-3EL Zucker und
  • 1TL Zimt ausgiebig braten
  • dann 550ml Sojamilch dazu und köcheln bis die Quitten gar sind
  • alles in einen hitzeresistenten Mixer kippen (alternativ Pürierstab oder Küchenmschine) und zu Brei konvertieren
  • in Schälchen verteilen und vor der Einverleibung mit einigen EL kalter Cuisine begießen und ggf. für Deko-Zwecke noch etwas Zimt. Ich hab mir vorher auch noch eine Prise Stevia untergemischt, weil ich es eben süßer mag, ich bin sicher, man kann den o.g. Zucker ebenfalls entsprechend ersetzen
Das ganze schmeckt, wie ich finde, wie der Getreidebrei, den meine Mutter früher für uns gemacht hat mit Apfelmus und Zimt/Zucker. ❤

Quitten haben außerdem massig Vitamine und Zeug unter der Haube, laut Wiki: "viel Vitamin C, Kalium, Natrium, Zink, Eisen, Kupfer, Mangan und Fluor, Tannine, Gerbsäure, organische Säuren, viel Pektin und Schleimstoffe".