10.09.2009

Gute und weniger gute Gründe, um VeganerIn zu werden

Gut geeignete Gründe für Veganismus

  • Nicht für vermeidbares Leid (mit)verantwortlich zu sein bzw. dies finanziell zu supporten
    Für mich eigentlich der einizg wahre und triftige Grund 8-) (wobei es natürlich hitzige Diskussinen darüber gibt, was nun als "vermeidbar" zu gelten hat und was nicht)
  • Ökologische Aspekte
    Soweit mein Kenntnisstand tatsächlich ein guter Grund, da Massentierhaltung nicht grad eine pralle Sache für unseren Planeten ist
  • Consciousness/Herrschaftskritik
    Jap, macht Sinn, wenn man eh schon Unterdrückungs-Gefüge auf Grund angeborener oder beliebiger Tatsachen ablehnt
  • Spirituelle/religiöse Motive
    Die Schöpfung von Vaterunser/Muttererde/wem auch immer achten, wir sind alles Erdenkinder – auch ganz guter Grund, wenn man into sowas ist

Mäßig bis überhaupt nicht geeignete Gründe
  • Abnehm-Anliegen
    Hmja, ist sicher förderlich; allerdings hab ichs auch vegan geschafft innerhalb von 6 jahren 10-20kg zuzunehmen :mrgreen:, ein Garant ist es also keinewegs
  • Gesundheit
    Meiner einschätzung nach ist Veganismus immernoch gesünder als der standard-omnivore Ernährungsstil. Viele VeganerInnen berichten auch von dramatischen Verbesserungen ihrer Neurodermitis- und Heuschnupfenprobleme seit ihrer Umstellung. Wer jetzt aber allein nach dem Gesundheitsaspekt geht, dem würde ich persönlich eine großteils vegane Ernährung mit gelegentlichen tierischen "Ausflügen" (Eier, Fisch, Fleisch) empfehlen; was aber nicht heißt, dass man als VeganerIn dahinsiecht^^
  • "Alle sind gleich"
    Es sind halt einfach nicht alle "gleich"; wo man jetzt die Grenze zieht, ist sicher Auslegungssache, aber Dinge wie kognitive Fähigkeiten, Nervenausstattung zum Empfinden von Gefühlen und dergleichen sind halt total unterschiedlich verteilt bei den ganzen Spezies, das lässt sich wohl nicht ignorieren. Auch wenn manche VeganerInnen das abstreiten, handeln sie normalerweise trotzdem danach – würde man bei einer Autofahrt jedesmal unumgehbar mehrere Katzen überfahren (oder meinethalber auch Menschen), würden sich viele nicht mehr ins Auto setzen; bei Insekten nimmt man es aber in Kauf
  • "Natürlichkeit"
    Das ist m.M. nun wirklich überhaupt kein Grund für Veganismus; mal abgesehen davon, dass ohenhin die Frage ist, wo (in welcher Epoche) man den "natürlichen" Menschheits-prototyp ansetzt, erscheint es mir einfach sehrsehrsehr unwahrscheinlich, dass der nackte, stumpfzahnige Mensch der Vorzeit es sich leisten konnte, im Zweifelsfall auf Eiweißlieferanten wie Insekten/Maden, Vogeleier und herumliegendes Aas zu verzichten

Kommentare:

  1. Inwiefern ist mit der Entscheidung, bestimmte Sachen nicht zu essen Herrschaftskritik verbunden? veganes Leben dürfte eher bei den Bessergestellten auftreten, die es sich leisten können, so auf ihr Essen zu achten und die Produkte, die man isst kommen ja auch von großen Ketten.

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  2. Stimmt so nicht, man kann auch containern gehen.

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  3. Zum Argument bezüglich der Natürlichkeit würde ich noch sagen, dass zumindest der massenhafte Konsum tierischer Produkte nicht mehr natürlich und für den Körper belastend ist und vorwiegend pflanzliche Kost dem Körper besser in den Kram passt. Das ist zwar kein Argument vegan zu leben, aber ein Anstoß den Verzehr tierischer Produkte zu reduzieren, was doch auch schonmal was wert ist, denke ich^^

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  4. Welche gesundheitlichen Vorteile soll der gelegentliche Konsum von Fleisch und Fisch haben? Ich halt das mit Verlaub für unsinn.

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    1. Naja, jede Lebensmittelgruppe hat ja mehr oder weniger ein bestimmtes Nährstoffprofil. Wenn man einzelne Gruppen komplett vom eigenen Speiseplan streicht, steigt das Risiko, Defizite zu entwickeln. Kann man natürlich auch künstlich supplementieren, aber weil da die Nährstoffe isoliert vorliegen, ist das, gehe ich mal von aus, eine hakeligere Angelegenheit (aber keine unmögliche; ich empfehle ja absolut nicht, Fisch und Fleisch zu essen, im Gegenteil!)
      Neben B12 fällt mir da aus dem Stegreif z.B. noch EPA und DHA ein.

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