07.12.2012

Rezept: Gesundisierter Zitronenkuchen

Veganer Zitronenkuchen, zuckerfrei
Ich hab vor Jahren auf dem Geburtstag von Radical Hype seinem Tetsuo total leckeren veganen Zitronenkuchen von seiner Mutter gegessen, seit dem wollte ich immer mal versuchen, so einen zu reproduzieren.
Was ich nun endlich auch tate, allerdings wie üblich jetzt in einer getuneten Version, die pro Stück (à 140g) mit 13g Protein aufwartet (BÄM!) und ohne Industriezucker auskommt.
Leider hatte ich im Gegensatz zu Tetsuos Mutter keine winzigen bunten Zuckerherzchen als Deko Ebensowenig wie eine vernünftige Backform oder Licht zum Fotografieren *seufz* >.>

Aber man muss arbeiten mit dem, was man hat und das geht so:
  • Ofen auf 180°C vorheizen
  • 400g Tofu (z.B. Aldi) mit
  • 1EL Agavensirup
  • Saft von 1 Zitrone (ca. 25ml)
  • 90ml Sojamilch und
  • 200g Margarine (z.B. Alsan oder Deli) durch die Küchenmaschine jagen, bis es eine geschmeidige Masse ist
  • dann evtl. den Aufsatz von Klinge zu Plastik wechseln, denn jetzt kommen mit ins Spiel:
  • 170g Vollkornmehl (ich mag Dinkel),
  • 200g Weißmehl
  • 50g Sojamehl
  • 5 Messlöffelchen Stevia
  • 150g Erythrit
  • 40g Vanillexucker oder eben Vanille-Mark oder -Pulver
  • 1 Pck. Backpulver und
  • 1 Prise Salz mit rein ins Vergnügen (wenn man es ganz korrekt machen will, vermischt man die trockenen Zutaten vorher noch miteinander)
  • außerdem die Schalen zweier (unbehandelten Bio-!!)Zitronen abraspeln und ebenfalls in den sich formierenden Teig damit; dafür gibt es glaube ich eigens sehr handliche kleine Schaber, ich habe mich leidlich mit der Küchenreibe abgemüht
In diesem Zusammenhang habe ich erstmalig das Ei-Ersatz-Rezept von Kim Wonderland ausprobiert:
  • 4EL Wasser
  • 4EL Öl
  • 1 Pck. Backpulver sowie
  • 2 gehäufte EL Weißmehl gründlich mittels Handrührgerät miteinander vereinen und in den Teig rühren
Dann alles in eine leicht eingeölte Kastenform kippen und in den Ofen damit. Wie lange? Tja öh hm. Kann sein, dass das so 30-45min gewesen sind.
Halt von Zeit zu Zeit einfach eine Stäbchenprobe machen.

Währenddessen den Xuckerguss vorbereiten:
  • 150g Erythrit sehr ausgiebig durch den Mixer bzw. Universalzerkleinerer peitschen, bis es zu Puder geworden ist
  • mit 2EL Stärkemehl vermischen
  • optional noch 1 Messlöffelchen Stevia hinzu 
  • nach und nach den Saft der zweiten Zitrone einrühren (wie man auf  den Fotos sieht, habe ich mit dem Zitronensaft eher gespart, dadurch wird der Guss sehr dick - war in dem Fall vielleicht etwas zu viel des Guten^^
Ich kann mir nie merken, ob man Zuckerguss über das erkaltete oder noch warme Gebäck gießen soll - aber so oder so, es wird schon passen.

Das gute Stück wird - wie irgendwie alles, was ich backe - recht massiv und eher unfluffig, dafür macht es aber auch ziemlich gut satt.

Wie üblich gilt für die Junkfood-Fraktion: Erythrit, Stevia und Agave kann durch regulären (Puder-)Zucker ersetzt werden, der Vollkorn- und Sojamehlanteil durch Weißmehl.

Das Erythrit durch Xylit zu ersetzen, würde ich nicht empfehlen, da hier ja größere Mengen im Spiel sind und Xylit in Sachen digestiver Toleranz nur halb so gut abschneidet wie Erythrit. Da ist Vorsicht und Respekt geboten

Kommentare:

  1. wenn du Probleme damit hast, dass dir alles zu massiv und unluftig wird, würde ich zusätzlich zum Backpulver die Sojamilch durch Sprudel ersetzen und/oder zusätzlich nen halben TL Natron und einen EL Apfelessig zugeben, dann wirds schön fluffig :)

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    1. Den Tipp mit dem Sprudel hat mir meine Mutter auch schon gegeben. Bin aber noch nicht dazu gekommen, das auszuprobieren, da ich nur Leitungswasser trink und daher nie welchen im Haus hab...^^
      Ich kann mir sowieso gar nicht vorstellen, wie das so rein technisch funktioniert - die Kohlensäure müsste doch eigentlich sehr schnell 'verpufft' sein?! oO

      Die Natron-Apfelessig-Kombi hatte ich irgendwo mal in einem Rezept von Chocolatecovered Katie - fand das Ergebnis allerdings auch nicht über alle Maßen fluffig^^

      Ich könnte mir vorstellen, dass die Massivität auch mit daher rührt, dass ich eben großteils Vollkornmehl verwende...?

      Ich finde diese Chemie-Komponente vom Kochen und Backen immer voll interessant aber hab leider noch viel zu wenig Plan davon :D

      Danke aber auf jeden Fall für die Tipps, ich werde das näher verfolgen!

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