10.02.2013

Rezept: Himbeer-Pancakes

ergibt ca. 10Stck.
➳ optional zuckerfrei & sojafrei

Zuckerfreie vegane Himbeer-Pancakes

Im Rahmen einer meiner Kaufrausch-Anfälle bei Rossman erwarb ich neulich eine Tüte Buchweizen-Vollkornmehl, ohne irgendeinen Schimmer zu haben, was man damit anstellen könnte. Pfannkuchen wurden mir empfohlen und so sollte es dann auch sein.
Bzw. habe ich in diesem Fall Pancakes den Vorzug gegeben, also der amerikanischen Variante, die Backpulver enthalten und somit fluffig und dick und von geringerem Durchmesser sind. Ich finde die auch irgendwie besser zu händeln - bei meinen biherigen wenigen und teils traumatischen Pfannkuchen-Erfahrungen ist meistens spätestens beim Wenden nur Schmarrn rausgekommen (im wörtlichen Sinn).
Grob orientiert habe ich mich an Katies Strawberry Shortcake Pancakes.

Folgendes tate ich (Variationsmöglichkeiten s.u.):
  • In einer Rührschüssel 155g Weizen-Weißmehl vermischen mit
  • 70g Buchweizenmehl
  • 2½ großzügige TL Backpulver
  • ½TL Salz
  • 1 TL Vanillepulver (von Biovegan aus dem Bioladen)
  • 4 Messlöffelchen Stevia
  • dann mit einem Schneebesen 2EL Rapsöl und
  •  350ml Pflanzenmilch unterrühren, ich hab ungefilterte selbstgemachte Mandelmilch genommen
  • dem ausgiebigen Rühren, das jetzt erfolgen muss, kommt eine wichtige Bedeutung zu, weil nur dann das im Weizen enthaltene Gluten seine klebrigen Eigenschaften voll entfalten kann und die Pancakes schön zusammenpappen - Gluten heißt ja nicht umsonst auch "Klebereiweiß". Die schlaue Eacon hat das im Forum mal sehr schön erklärt und warnt auch davor, ein Handrührgerät dafür zu nutzen, weil das wiederum die Glutenfäden zerstören kann /Bildungsauftrag erledigt
  • wenn alles ordentlich durchgemischt ist, werden 175g TK-Himbeeren untergemischt
  • währenddessen kann man schonmal 1EL Öl in der Pfanne erhitzen (Stufe 5 von 6 in meinem Fall). Ich empfehle dringend zum einen eine beschichtete Teflonpfanne und zum anderen eine mit abgerundeten Seiten, sonst bekommt man beim Wenden nachher Probleme
  • das Öl muss richtig schön heiß sein, bevor es losgeht. Das kann man überprüfen, indem man einen kleinen Spritzer Teig reintropfen lässt, der dann idealerweise direkt wild anfängt zu brutzeln
  • wenn es soweit ist, pro Pancake 2-3 gutgefüllte EL Teig in die Pfanne gießen; wenn sich die Unterseite nach ein paar Sekunden 'geschlossen' hat, die Pfanne gelegentlich ein bisschen schwenken, damit nichts anbrennt; am praktikabelsten hat sich bei mir das Ausbacken von immer 2 Pancakes pro Ladung erwiesen, jeweils in 1EL Öl
  • dass der Pancake bereit für die Wende ist, erkennt man daran, dass die Ränder ein bisschen hochkommen, wenn man auf Nummer sicher gehen will, kann man mit Hilfe einer Gabel auch mal drunter luschern
  • zum Wenden schiebe ich den Pancake mit dem Holzpfannenwender skatermäßig am Pfannenrand hoch und flippe ihn dann schwungvoll auf die andere Seite. Da ist etwas Übung und Feinmotorik gefragt^^
  • wenn man die fertigen Pancakes zu einem Turm stapelt, stehen die Chance gut, dass sie noch warm sind, wenn man fertig ist. Man kann sie auch solange in den leicht erhitzten Ofen stellen, aber die Energie spar ich lieber  
  • die Pancakes anschließend mit Ahorsirup übergossen einnehmen und sich im Himmel wähnen. Ooohhmeingottwiegut!!! *-*
Zuckerfreie vegane Himbeer-PancakesVariationen:
Statt Buchweizenmehl kann man auch ein beliebiges anderes Vollkorn- oder eben Weißmehl nehmen. Aber Obacht: Weizen-Weißmehl hat mangels Ballaststoffe den höchsten Glutengehalt, wenn der Anteil anderer Mehle im Teig zu hoch ist, kann es sein, dass die Pfannkuchen nicht mehr so gut zusammenhalten!
Statt Stevia kann natürlich ein blieibiges anderes Süßungsmittel verwenden, das Vanillepulver kann man weglassen oder durch Vanillezucker ersetzen. Oder man macht mit Kakaopulver eine Schokovariante.
Statt Tiefkühl-Himbeeren gehen logischerweise auch frische Beeren, anbieten würden sich außerdem ebenfalls Erdbeeren, Heidelbeeren, dünne Apfel- oder Banenscheiben usw.
Die Laubfresser behaupten, dass man statt *Milch auch einfach Wassernehmen kann und keinen Unterschied schmeckt. Ich bin etwas skeptisch, aber wenn sies denn sagen...?^^
Wer den Kaloriengehalt etwas senken will (ein Pancake hat hier im Schnitt 155kcal und 2.9g Protein), kann das Öl im Teig reduzieren oder weglassen, statt Milch wie gesagt Wasser nehmen und die Obsteinlage erhöhen. Wer auf viele Kalorien Wert legt, geht eben in umgekehrter Reihenfolge vor.
Den Eiweißgehalt könnte man zusätzlich noch durch die Zugabe von Haferflocken steigern und vlt. ein paar gemahlene Nüsse oder Nussbutter. Interesannt wäre auch, einen Teil des Mehls durch Proteinpulver zu ersetzen.

Oben im Bild zu sehen: Eine (meine) Portion.

05.02.2013

RunVegan-Spreadshirt-Shop: vegan.with.attitude

vegan.with.attitude - Spreadshirt-ShopEine kleine Werbeeinblendung in eigener Sache:
Seit heute im Morgengrauen gibt es ein bisschen Vegan-Merch aus meiner Feder (bzw. Stylus) und zwar in Form eines Spreadshirt-Shops: vegan.with.attitude

Weil ich gerne Vegan-Klamotten und -Schnickschnack trage, aber da nur wenige Motive finde, die mich ansprechen, hab ich jetzt selber Hand angelegt.
Bis jetzt finden sich ca. 50 Produkte im Shop, das werden aber noch viel mehr. Es gibt T-Shirts, Hoodies, Trainingsjacken, Muskelshirts, Schürzen, Taschen und Buttons, speziell auf sportkompatible Stücke hab ich besonderes Augenmerk gelegt. Teilweise gibt es die Shirts auch in Bio-Qualität.

23477426-109293301Wenn Ihr irgendwelche speziellen Motiv- oder Produktwünsche habt, schreibt mir einfach kurz! Wenn die technischen Bedingungen und meine Zeit es erlauben, komm ich dem gerne nach.
Ebenso wäre das nett, für den Fall, dass Ihr irgendwo einen Fehler oder Bug aufspürt.

So, und jetzt werde ich mich erstmal selber einkleiden - shoppen, yay!

30.01.2013

Verlosung: MeineÖle.de


Aufgepasst! Ihr könnt jetzt 1 Flasche Qualitäts-Speiseöl gewinnen,
bereitgestellt von meineöle.de - bio, ohne Zusatzstoffe, kaltgepresst.
Wer näheres über das Unternehmen erfahren will, findet hier eine kleine PDF-Broschüre.

Für die Teilnahme guckt ihr Euch einfach eines der Öle aus dem
Sortiment aus, schreibt es hier in den Kommentarbereich und ich lose
dann einen Gewinner oder eine Gewinnerin aus.
Für die Verlosung stehen alle Öle bis 10€ mit einem Volumen von 250ml
zur Auswahl.

Teilnahmeschluss ist Donnerstag, der 07. Februar, 22.00 Uhr (MEZ).
Der Gewinn kann nur innerhalb von Deutschland verschickt werden.

Rechtsweg und sowas ist ausgeschlossen, kennt Ihr ja. Ein Comment pro Person ist zulässig bzw. anständig.
Damit Ihr im Gewinnfall kotaktiert werden könnt, müsst Ihr entweder mit Eurem Google/Blog-Profil oder Eurer Website-URL kommentieren. Wenn ihr sowas nicht habt, tragt bitte bei Name/URL Eure Email-Addresse ein, und zwar aus technischen Gründen so: http://ichATgmx.de (sorry, ein unkomplizierterer Weg ist mir nicht bekannt^^)


http://meineoele.de
http://facebook.com/meineoele

UPDATE:
Gewonnen hat Jil Meier! Und zwar eine Flasche Olivenöl. Glückwunsch! 
LibreOffice' =ZUFALLSBEREICH(1;16) war Dir hold.
(Ich hoffe, die Benachrichtungs-Mail landet nicht im Spam-Ordner, wegen dem Betreff...  )

UPDATE2:
Mittlerweile hatte ich auch Zeit, mein Öl von meineöle.de auszuprobieren. Meine Wahl ist auf Hanföl gefallen.
HanfölZum einen, weil ich noch nie das Vergnügen mit Hanföl hatte, zum anderen, weil Hanfsamen neben Walnüssen und Leinsamen - und entsprechend auch deren Öle, sofern kaltgepresst und dunkel gelagert - den besten Omega3-Fettsäure-Gehalt haben, auf den VeganerInnen ein besonderes Augenmerk haben sollten. Infos dazu gibt es z.B. in diesen beiden Threads.
Ich hab mir deshalb aus dem edlen Tropfen einen Omega3-Overload-Salat gebastelt, frei nach dem Black-is-Beautiful-Rezept aus dem Ox#5-Kochbuch: Eisbergsalat mit Beluga-Linsen und Walnüssen mit einem Dressing basierend auf Leinöl, Hanföl, Agavensirup und Zitronensaft. Perfekt.

27.01.2013

Proteinshake & Eiweißpulver

Veganes Proteinpulver

Update Juli 2014 | November 2014

Eiweißversorgung
Bezugsquellen & Marken
Verzehrempfehlungen
Persönliche Erfahrung
D.I.Y.
 

Eiweißversorgung

Es ist normalerweise ohne Probleme möglich, als VeganerIn den eigenen Proteinbedarf auf normalem Wege zu decken, wenn man darauf achtet, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, Seitan, Tofu und andere Sojaprodukte regelmäßig auf dem Speiseplan zu haben.

Wenn man Sport treibt, speziell Kraftsport oder Bodybuilding, erhöht sich jedoch der Eiweißbedarf, da das die Bausubstanz für Muskelmasse ist.
Die Meinungen hierzu variieren, manche Stimmen warnen vor einer "Eiweißmast", für andere wiederum kann man gar nicht genug Protein konsumieren, aber die meisten Empfehlungen bewegen sich für SportlerInnen um 1-2g Protein pro kg Körpergewicht (also z.B. bei einer Person von 70kg wären es 70-140g Eiweiß am Tag).
Auch das ist als VeganerIn zu schaffen: Haferflocken, Nüsse & Kerne bzw. Nussmus, Seitan und Ölsaat halten mit den Bodybuilding-Protein-Klassikern Magerquark, Pute, Thunfisch & Co locker mit oder überunden sie sogar.

Sie haben allerdings einen potentiellen Nachteil: Sie verfügen nicht nur über eine hohe Nährstoff- sondern auch eine hohe Energiedichte, sprich reichlich KCAL.
Wenn man Masse aufbauen bzw. allgemein zunehmen will (oder es einem egal ist), ist das natürlich top (oder eben egal^^), aber andernfalls kann es hakelig werden, wenn man auf sein sportliches Protein-Level kommen, aber gleichzeitig im Rahmen eines begrenzten Kalorienpensums zu bleiben bestrebt ist.

In dem Fall kann man erwägen, ob man mit Proteinshake-Pulver nachhelfen will.
Da hat man nämlich hochkonzentriertes Eiweiß mit nur geringen Anteilen an Fett und Kohlenhydraten und es gibt das Pulver aus allen möglichen Rohstoffen, so dass man auch mit Unverträglichkeiten und Allergien was Passendes finden sollte und dabei alle essentiellen Aminosäuren abdecken kann.

 

Bezugsquellen & Marken

Ich hatte mittlerweile enige Marken im Test: Angefangen habe ich mit Sojaprotein-Isolat PlantoStar Vanille von Goldfield (mir scheint aber, das gibts gar nicht mehr), dann gings weiter mit dem Mehrkomponentenprotein von proteinmixer.de, gefolgt von dem sojafreien  Vegan Blend by myprotein.com, ein Testlauf mit dem Fitness-Energy-Shake vom Regenbogenkreis und jetzt ganz frisch das Sojaprotein-Isolat in Vanille und Neutral, wieder von MyProtein.

proteinmixer

Bei proteinmixer hat man den Vorteil, dass man sich - wie der Name schon sagt - seinen Mix selbst zusammenstellen kann, je nach persönlichem Geschmack, Ernährungs-Glaubenskirche und Geldbeutel-Potenz.
Auf pflanzlicher Basis gibt es dort Hanf-, Reis-, Soja-, Erbsen- und Weizenprotein. Neben Eiweiß kann man sich auch noch verschiedene andere Komponenten dazumixen, wie Ballaststoffe, Aminosäuren, Fruchtpulver und was nicht alles, damit habe ich aber keine Erfahrungen.
Rechts sieht man eine genau Aufstellung der Nährwerte des aktuellen Mix'. Im nächsten Schritt kann man aus über einem Dutzend verschiedenen Geschmacksrichtungen auswählen (oder eben neutral) - ein User aus dem veganstrength.de-Forum hat mal eine Produktanfrage gemacht und demnach sind alle Geschmacksrichtungen vegan. Für mich ein weiteres großes Plus: Wenn man ein Süßungsmittel wünscht, hat man die Wahl zwischen Stevia oder Succralose (bekanntlich steh ich auf Stevia).
Was mich allerdings ziemlich stört bei dem Shop-Angebot, ist dass man keine Nachfüllbeutel bestellen kann, sondern jedesmal diese riesige Hartplastikdose bekommt. Wenn man nicht irgendeinen ganz tollen Upcycling-Geistesblitz hat, produziert man da ordentlich Plastikmüll. :\

MyProtein

Anders als bei MyProtein. Dort kommt man zudem noch günstiger Weg, wenn man auf Geschmacksrichtungen verzichtet und eine eigene Vegan-Kategoriehaben die auch. *daumenhoch*
Ich hab jetzt ein ganze Weile mit Vegan Blend hantiert und zwar in der neutralen Variante - alle Rezepte aus meinem Fitness-Kochbuch, in dem Proteinpulver vorkommt, sind hiermit gemacht.
Das Pulver ist sojafrei und kommt im Nachfüllbeutel (ich hab nichts gegen Soja, nur da ich davon allgemein schon sehr viel konsumiere, versuch ich stellenweise auf Alternativen zurückzugreifen).
Trinkbar ist das allerdings nur mit einigem Zusatzaufwand - es hat eine mehlige Konsistenz und einen annhembaren Geschmack muss man da auch erstmal ranbekommen.
Leider bietet myprotein nur Süßstoff (Sucralose) als Süßungsoption und das versuche ich normalerweise ja weiträumig zu umschiffen.
Hab jetzt aber trotz Süßstoff und Soja mal das Vanille-Soja-Isolat im Test - ist ja nicht so, dass ich das pfundweise täglich verdrücke - und geschmacklich bin ich da ziemlich angetan, auch wenn ich mir einbilde, dass da irgendwie ein Nachgeschmack post-verzehr zurückbleibt.
Das Sojazeug ist wirklich supercremig in der Konsistenz - sehr angenehm! Und auch an das Neutrale bekommt man mit Stevia und weiteren aromaliefernden Zutaten gut Geschmack dran.

Regenbogenkreis

Der Regenbogenkreis ist ein Mitbewerber der anderen Art und adressiert weniger klassisch Fitness-SportlerInnen und BodyBuilderInnen und auch nicht allein das pure Protein, sondern verfolgt die esoterische Linie, mit starker Fokussierung auf 'Superfoods' und Rohkost sowie dem spirituellen und ökologischen Aspekt.
Entsprechend sind auch die Preise (nämlich hoch).
Positiv anzumerken ist, dass man statt der Plastikdosen-Option dort auch einen Schraubglasbehälter wählen kann.
Näheres dazu gibts im VeganCheck.

Auf meiner allgemeinen Bezugsquellen-Seite gibt es auch einen Abschnitt für Proteinshakes.


Verzehrempfehlung

Als ich meine ersten Proteinshake-Testläufe gemacht habe, musste ich das Zeug teilweise regelrecht runterwürgen. Bis ich dann den Tipp von der klugen Board-Userin Phoenix bekommen habe, dass man Proteinshake gar nicht notwendigerweise als Shake trinken muss, sondern ihn auch als Brei oder Creme oder Pudding oder wie mans nennen will einnehmen kann!
Daraufhin habe ich mir eine ganze Zeit lang entweder eine größere Menge Pulver (Geschmacksrichtung "Cookie&Cream" von proteinmixer - ohyeah. Von "Toffee" sollte man hingegen die Finger lassen) mit einer relativ geringen Menge Wasser und löffelte es dann oder ich rührte mir das Protein in Natur-Joghurt. Da das Pulver sehr stark Flüssigkeit zieht, kann etwas zusätzliches Wasser hilfreich sein und weil mir die gesüßten Varianten meistens nicht süß genug sind, mach ich immer noch etwas Vanillexucker rein oder zusätzliches Stevia. Sehr gut kommen auch ein paar kleingeschnittene Erdbeeren, TK-Kirschen oder anderes Beerenobst.

Es ist mir etwas peinlich, aber ich habe jetzt vor Kurzem erst gecheckt, wie Shaker für die Proteindrink-Zubereitung ist. Vorher habe ich es immer nur mit dem Löffel verührt und über die mangelhafte Konsistenz die Stirn gerunzelt.
wichtig ein
Also das macht wirklich einen Unterschied - selbst wenn man wie ich nur einen Cocktailshaker zur Verfügung hat.

Macadamia-Proteinmousse
Macadamia-ProtMousse
Dabei habe ich dann auch zufällig entdeckt, wie man innert weniger Minuten eine ziemlich geniale Protein-Mousse fabrizieren kann! In einem Mischungsverhältnis von +/- 40g Sojaprotein zu 200ml Pflanzenmilch zzgl. kompromisslosem Shaker-Einsatz - groooßartige cremig-fluffige Konsistenz! Das Ganze kann man dann noch wunderbar auftunen mit z.B. Sirup, Instantkaffee, Stevia, Kakaopulver, Vanillepulver, Zimt, Fruchtsaft - oder wenn man noch einen draufsetzen will: Raspelschokolade, Krokant, gehackte Nüsse...

Ich lese auch öfter auf US-Blogs von Rezepten für Gebäck und andere Gerichte, wo Proteinshake-Pulver drin verbaut ist, das will ich demnächst auch nochmal ausprobieren praktiziere ich mittlerweile erfolgreich.
Und da das Vegan Blend wie gesagt pur kein Genuss ist (nett ausgedrückt), ist meine private Backstube mittlerweile der Haupteinsatzort für das Pulver. Meistens ersetze ich in dem Fall einfach einen Teil des Mehls durch das Protein. Etwas mehr Flüssigkeit braucht es dann auch, da es sehr viel Wasser aufsaugt. Auf diese Art kann man z.B. Pizzateig machen, Cookies, Muffins und Kekse.
In Kick it vegan! gibt es einige Rezepte dieser Art.

Achso: Für mich eigentlich Common Sense, aber weil die Frage in Ratgeberportalen öfter aufkommt: Proteinkram immer nach dem Training einnehmen. Wenn man vor dem Sport was isst, dann was leichtes Kohlenhydratiges. Andernfalls benötigt der Körper nämlich Verdauungsenergie, die dann für den Muskeleinsatz fehlt und im Gegensatz zu Kohlenhydraten liefert Eiweiß dann keine Energie nach der Verstoffwechselung.
Kohlenhydrate = Brennstoff, Protein = Bausubstanz, Fett = Energiereserve. 

 

Persönliche Erfahrung

Eine zeitlang hab ich echt richtig auf das Zeug gestanden. Dann habe ich mich dran überessen und konnte es nicht mehr sehen^^. Jetzt gerade hat es wieder Konjunktur. Dieses Auf und Ab ist aber nicht so schlimm, das Zeug hält sich ja ewig.

In der Zeit, wo ich das in größeren Mengen vertilge, hat das auch einen motivatorischen Nutzen: Bock auf Macadamia-Protein-Cream? → Proteinpulver macht nur Sinn, um Muskeln davon zu speisen → schnell ein paar schwere, kurze Hantelsätze eingebaut → Yummy Belohnung. (ich weiß um das kritische Potential, Essen als pädagogisches Instrument einzusetzen, aber nunja)

Was ich auch recht interessant fand, war wie sehr sich so eine Eiweiß-Druckbetankung auf das Sättigungs-Gefühl auswirkt. Nach einem ordentlichen Schälchen Protein-Joghurt ist (nach meiner Erfahrung) nämlich nicht nur der Hunger weg, sondern sogar der bei mir stets in umfassendem Maß vorhandenen Appetit. Aber ohne dass mir schlecht wäre oder sonstwie unwohl - einfach satt.

Ob die Proteinshake-Phasen sich jetzt dramatisch auf meinen Muskelzuwachs auswirken, kann ich nicht neutral beurteilen, da ich auch keinem festgelegten Workout-Regimen folge.
Mein Protein-Pensum liegt im Durchschnitt bei ca. 70g/Tag, an schlechten Tagen 40g, an guten >120g (ich wiege knapp 70kg).

Meine Empfehlung in Sachen Proteinpulver für sporttreibende VeganerInnen: Einfach mal selber ausprobieren und gucken, ob es einem was bringt. Kann man machen, muss man aber nicht.

 

D.I.Y.

Wieder nicht grade lowKCAL, aber wenn man es doch auf natürlichere Art und Weise wünscht: Letztens habe ich ein Rezept für einen superleckeren Shake gepostet, der reichlich Protein unter der Haube hat und auch noch einige weitere gute Sachen: klick.
Eine weitere Alternative stellen teil/entölte Nussmehle dar, z.B. Mandelmehl. Viel Protein, viele Ballastoffe, wenig Fett, wenig Kohlenhydrate.

Rezept: Gerösteter Hokkaido mit Orangensauce & Seitan-Ente

Hokkaido mit Orangensauce und Seitan-Ente

Das Rezept ist schon ein paar Monate älter und jetzt gibts ja leider kaum noch vernünftige Hokkaidos. Aber ich war so frustriert wegen dem Foto - in echt sah das Gericht obertoll aus! (das war auch kurz bevor mich jemand über das Thema Weißabgleich aufklärte )
Ich hatte eine Tupperdose voll davon mit zur Arbeit und unsere Köchin dort (sie macht sonst eher Hausmannskost) fand die Farben so toll, dass sie unbedingt probieren wollte - und hat vor Verzückung die Augen verdreht und nach Worten gerungen. Das Rezept musste ich ihr sogleich aufschreiben. Das freut einen natürlich besonders.

Das Ganze funktioniert übrigens auch sehr gut ohne die 'Ente', aber mit was Vleischigem ist das Gericht perfekt abgerundet. Alternativ kann man auch normalen gebratenen Seitan nehmen oder evtl. einfach Vürstchen, wie sie es mittlerweile selbst bei Aldi und Rossmann gibt.

Wir haben also 3 Komponenten:

Orangensauce 
  • von 325ml Orangensaft (bei Lidl gibts FairTrade) eine halbe Tasse separieren, den Rest zusammen mit
  • 200ml Wasser in einem Topf aufkochen
  • parallel 3 gehäufte EL Speisestärke mit dem extra Orangensaft glattrühren und in den kochenden Saft einrühren
  • mit 2-3EL Limonensaft (alternativ Zitrone)
  • 1-2EL Agavensirup und
  • etwas Salz und Pfeffer (frisch gemahlen am besten) abschmecken
  • häufig kommt in Orangesauce auch etwas Zimt, aber das ist irgendwie nicht mein Ding
Gerösteter Kürbis
  • ggf. Ofen auf 180°C vorheizen
  • 1 ordentlichen Hokkaido halbieren, Kerne mit einem Löffel entfernen, in Spalten schneiden und Strunk entfernen - Hokkaido hat den Vorteil gegenüber dem ebenfalls unglaublich tollen Butternut-Kürbis, dass man ihn nicht schälen braucht!
  • 1-2EL Ölivenöl mit
  • 2EL Agavensirup
  • 7EL Zitronensaft
  • 2 gehackten Knoblauchzehen und
  • Salz, Pfeffer und Muskat in einer großen Schüssel vermischen
  • den Kürbis darin einsuhlen und alles auf ein mit Backpapier belegtes Blech kippen und in den Ofen schieben - er ist fertig, wenn die Gabel locker durch die Schale und ins Fruchtfleisch geht - nach ca. 20-40min dürfte das der Fall sein
Vleisch
  • die Seitan-Ente oder worauf die Wahl gefallen ist in Stücke zerteilen und ein bisschen Öl scharf anbraten, ggf. noch nachwürzen - eezy^^
Für Zitronen- und Limonensaft bin ich mittlerweile btw von der stilvollen und formschönen Plastikzitrone auf Glasflaschen umgestiegen - Plastikmüll vermeiden wo es geht!
Bei Rossmann gibt es den Saft in bio, aus konventionellem Anbau und dafür in der großen Flasche findet man ihn in jedem Supermarkt.

Und zum Thema vegane Ente & Kollegen hab ich übrigens hier mal was geschrieben.

P.S.: Danke an Birdie von Food'n'Fotos fürs Bildaufhübschen!

22.01.2013

Rezept: Vanill0r-Kill0r-Shake

ergibt +/- 1 Liter

Vanille-Proteinshake

Neulich stolperte ich zufällig über dieses pornöse Bild. Das erregte mich so, dass ich morgens um halb 6 vor dem Schlafengehen noch schnell zwei Bananen kleinschnippseln und ins Gefrierfach stellen musste. Eigentlich hatte ich vor, das Rezept relativ nah am Original zu adaptieren, mit Schokolade und Proteinshake-Pulver, aber dann war mir abends doch eher nach was Zuckerfreiem und Naturbelassenerem.
Während ich also ein kurzes Kettlebell-Workout durchexerzierte, kreierte ich zwischen den Sätzen Folgendes:
  • 1-2 große Bananen (je reifer, je besser) geschält, kleingeschnitten und eingefroren - in dieser Reihenfolge!
  • 1-2EL Leinsamen (Omega3-Fettsäuren FTW!)
  • 400g Seidentofu oder für die Monst0r-Variante 200g normalen Tofu (in Würfeln)
  • 1-4EL - je nach gewünschter Shake-Potenz - Nussmus, ich präferiere weißes Mandelmus und Cashewmus. Alternativ kann man natürlich auch ganze Nüsse nehmen, dann wird der Shake u.U. eben etwas crunchy
  • optional 1Pr. Salz als Geschmacksverstärker
  • Süßungsmittel der Wahl, in meinem Fall 2-3EL Erythrit und 2(?) Dosierlöffelchen Stevia
  • ½-1TL Vanillepulver oder das Mark einer ausgekratzten Vanilleschote
  • alles in einem leistungsstarken Mixer oder Küchenmaschine verflüssigen
  • wer sich von diesem Missing Link zwischen Cremespeise und Milchshake eingeschüchtert fühlt, kann noch etwas Wasser beimengen oder Sojamilch (in der Tofu-Monst0r-Variante ist das besonders notwendig); wenn man verpasst hat, sich Bananen einzufrieren, kann man auch Crushed Eis oder (für Vitamix-BesitzerInnen) Eiswürfel mit in den Pott schmeißen
Er schmeckt so gut - auch wenn er jetzt auf dem Foto eher zahm aussieht - schlechtes Licht und so. Idealerweise wird er natürlich nach einem schweißtreibenden Training eingenommen, ein großes Glas (siehe Foto) hat zwischen 15g und 20g Protein.

Der Kreativität sind hierbei mal wieder keine Grenzen gesetzt - Obst (frisch oder TK), Kakaopulver, Haferflocken, Proteinpulver, Zimt, Schokostücke, Nuss-Krokant, weitere Ölsaat... Whatever floats your Boat.